Airmail Flugzeugmodelle ist der führende Fachhändler der Schweiz im Bereich Fertigmodelle aus Luft- und Raumfahrt. Wir führen weitherum das grösste Sortiment mit über 5'000 verschiedenen Artikeln. Neben dem Direktverkauf in unserem Ladenlokal in Oberglatt beim Flughafen Zürich versenden wir weltweit. 

Aber das war nicht immer so. 1997 liess der jetzige Firmeninhaber Erhard Lang - damals noch Mitarbeiter der Swissair - ein paar Handarbeitsmodelle der DC-4 der Swissair zum 50. Jubiläum des ersten Transatlantikfluges fertigen. Diese wurden im Personalladen der Swissair angeboten und stiessen auf grosse Begeisterung. Einige Piloten fragten, ob auch eine MD-80 der Swissair machbar sei. So begann die noch heute existierende Partnerschaft mit einer kleinen Werkstätte in Asien. Es kam zur Gründung der Firma Exclusive Aeroplane Models.

Den ersten beiden Modellen folgten viele weitere. Von Ueli Frei wurde der bestehende Airmail-Versand übernommen. Sein Sortiment waren Modelle von Herpa und die damals noch sehr beliebten Steckmodelle. Dem Ende der Swissair folgte im Landesmuseum Zürich die Ausstellung "Remember Swissair". Hier wurden erstmals unsere Handarbeitsmodelle der Oeffentlichkeit und in einem Museum präsentiert.

2002 war der Zeitpunkt gekommen, die hobbymässige Nebenbeschäftigung zum Beruf zu machen. In Glattbrugg wurde ein geeignetes Ladenlokal gefunden. Aus Exclusive Aeroplane Models wurde die Airmail Flugzeugmodelle GmbH welche im Mai 2002 zum ersten mal Kunden im neuen Laden an der Rohrstrasse 2 in Glattbrugg begrüssen durfte.

  

Ueber die Eröffnung berichtete sogar der Zürcher Unterländer und druckte diese Bilder ab. Damals hatte es noch Platz im Laden.

   

Es kamen weitere und auch neu auf den Markt gekommene Hersteller hinzu wie Armour Collection, Dragon Wings und Gemini Jets. Airmail Flugzeugmodelle wurde zu einem der ersten Herpa eXtra Shops in der Schweiz. Dank der guten Zusammenarbeit und dem regen Kontakt mit den Herstellern konnten wir immer mehr Modelle nach Schweizer Vorbildern anbieten. Auch immer öfter kamen Eigenentwicklungen, meist in Zusammenarbeit mit Phoenix aber auch mit Gemini Jets und Swiss Line. Selbstverständlich wurden auch die Handarbeitsmodelle ausgebaut und immer detaillierter. Ausgefahrene Fahrwerke, durchsichtige Fenster, detaillierte Cockpits sind mittlerweile Standard.

Der Laden in Glattbrugg war schnell zu klein und 2006 wurde in die heutige Lokalität an der Kaiserstuhlstrasse 36 in Oberglatt umgezogen. Der Online-Shop wurde weiter ausgebaut und auf den PhPepperShop, ein Schweizer Produkt, gewechselt. Mittlerweile wurde in alle Welt versendet. Auch in Oberglatt wuchs das Sortiment weiter. Irgendwann war die Marke von 4'000 angebotenen Artikeln erreicht.

2012 feierte Airmail Flugzeugmodelle GmbH sein 10 jähriges Jubiläum.

Wir dürfen unsere Handarbeitsmodelle jetzt mit Fug und Recht als "Museumsqualität" anbieten, stehen doch seit Oktober 2012 5 Modelle von uns in der permanenten Ausstellung der Halle Luft- und Raumfahrt des Verkehrshauses der Schweiz in Luzern. Mehrere Sponsoren haben Modelle gestiftet, welche wir für das VHS herstellen durften. Zu unserem Jubiläum haben wir dem VHS eine A319 der Swissair im Massstab 1:40 gesponsert.

2013 fing mit einer weiteren Verbesserung an. Der Online-Shop erhielt eine integrierte Lagerverwaltung, so dass unsere Kunden noch besser bedient werden können. Dank der Zusammenarbeit mit Herstellern entstanden in diesem Jahr weitere Schweizer Modelle. So zum Beispiel 3 Balair-Modelle (Fokker 27, DC-6, C-97) mit Hobby Master und die Dragon Rapide der Swissair (Oxford 1:72). Ebenfalls von Hobby Master kamen die Exklusivmodelle der F/A-18C und D der Schweizer Luftwaffe in 1:72. Auch Herpa hat einige unserer Anregungen aufgenommen und verwirklicht.

Im Februar 2014 haben wir die Beleuchtung im Laden gewechselt und komplett auf LED umgestellt.

Im Februar 2015 vergrössern wir unsere Ladenfläche und erweitern das Sortiment mit Automodellen. Am 28 Februar wird die neue Autoabteilung "Car Park Automodelle" eingeweiht.

2017 werden wir 15 Jahre alt. Aus diesem Grund gibt es über das Jahr verteilt Aktionen mit 15% Rabatt. Wofür und wann ersehen Sie in der rechten Spalte wo Sie auch den jeweiligen Gutschein-Code finden.


Unser Online-Shop hat sich auch stets verändert. Hier einige Screenshots aus dem Webarchiv (leider sind nicht alle Bilder mitgespeichert worden):

Mai 2000:


 

Januar 2001:


 

November 2002:


Es ist zwar schon lange her, dass die Geschichte mit Cablecom auf unserer Webseite zu lesen war - aber ich werde immer noch von Kunden deswegen angesprochen. Deshalb für alle, die Lust und Zeit haben eine "grauenvolle Geschichte" zu lesen, sei sie hier wieder aus den Tiefen des Internets ausgegraben und abgedruckt:

Das Grauen heisst Cablecom

Eine (leider) nur allzu wahre Geschichte.

Sommer 2004, ich sitze nichtsahnend in meinem Laden in Glattbrugg und mache über ISDN ein (langsames) Update meiner Webseite. Da nähert sich das Grauen meiner Ladentür ohne dass ich davon auch nur eine Ahnung habe. Ein Herr betritt den Raum. Entgegen meiner Erwartungen erkundigt er sich nicht nach einem Flugzeugmodell sondern nach meinem TV-Anschluss. Als ob ich beim Arbeiten Zeit zum Fernsehen hätte! Warum er das wissen wolle? Er sei von Cablecom und das Haus werde neu verdrahtet, deshalb müsse er wissen, wo Anschlüsse bestünden. Da ich keinen solchen habe wendet er sich zum Gehen. Da kommt bei mir eine Idee, welche ich später noch bitter bereuen sollte.“ Mit Cablecom kann man doch auch ins Internet?“ frage ich den Herrn. „Selbstverständlich“, meint er, Er könne mir sogar gleich eine tolle Offerte machen. Im Zug der Neuverkabelung des Hauses lasse er eine Strippe in meinen Laden ziehen, ich müsse nur die Materialkosten für das Kabel zahlen und einen Cablecom-Hispeed-Internet-Anschluss abonnieren.

Gesagt getan, das Abonnement war unterschrieben, das Kabel verlegt und das Modem eingesteckt und ich konnte – leider nicht loslegen, da die Verbindung nicht funktionierte. Jetzt erfuhr ich erstmals, was es heisst, Kunde von Cablecom zu sein. Nach endlosem Warten nahm endlich jemand im Kundendienst das Telefon ab und hörte sich meine Probleme an. Ein Techniker fand dann heraus, dass im Verteilerkasten an dem unser Haus angeschlossen war, ein Wackelkontakt bestand. Die Mieter hatten sich zwar öfters über Störungen beim Fernsehempfang beklagt aber Cablecom fand das erst mit meinem Internet-Anschluss heraus. Von da an funktionierte mein Cablecom-Internetanschluss einwandfrei.

Da mein Laden zu klein geworden war zog ich im Mai 2007 in ein grösseres Lokal in Oberglatt. Ich meldete den Umzug bei Cablecom und stellte gleichzeitig meinen Telefonanschluss von Swisscom zu Cablecom-Digital-Phone um. Mein zweiter grosser Fehler, wie sich später herausstellen sollte. Mit dem Verkäufer wurde abgemacht, die Umstellung in der Mitte meiner Umzugszeit am 10. Mai vorzunehmen. Am 9. Mai war noch kein Modem eingetroffen und ich rief die Hotline an. Nach mehreren Musikstücken, welche nicht meinem Geschmack entsprachen und mittlerweile fast leerem Handy-Akku nahm tatsächlich der Cablecom-Kundendienst das Telefon ab. Ich möchte es nicht jedesmal erwähnen, aber wenn man bei Cablecom anruft geht in der Regel unter 15 Minuten Musikhören gar nichts. Die Mitarbeiterin stellte fest, dass mein (am 15. März bestelltes) Modem noch gar nicht versandt war. Da am neuen Ort die Briefkästen noch nicht beschriftet waren bat ich die Dame um Versand an meine private Adresse in Hochfelden. Selbstverständlich werde man das tun, versprach sie – und das Modem wurde nach Oberglatt adressiert. Zum Glück hat ein Bauarbeiter geschaltet und dem Postboten das Modem abgenommen.

So hatte ich also endlich mein Modem kurz vor der Eröffnung des neuen Ladens und steckte es ein. Nichts ging. Weder das Internet noch das Telefon. Man hatte mir ganz einfach ein neues Modem geschickt, auf welches aber das Internet meines bestehenden Abos nicht aufgeschaltet war. Und die Portierung der Nummer von Swisscom zu Cablecom hatte man auch vergessen. Ich hatte auf dem neuen Modem eine provisorische Nummer, welche natürlich kein Mensch kannte – äusserst praktisch um angerufen zu werden. Man werde meine alte Nummer auf die provisorische umleiten hiess es beim Cablecom-Kundendienst. Das funktionierte aber anderntags noch nicht und ich rief wieder an. Das sei gar nicht möglich, sagte eine anderer Cablecom-Kundendienstler. Sein Kollege habe übrigens versucht, mich anzurufen und mir seinen Irrtum mitzuteilen – auf die zu übernehmende Nummer, die nicht umgeleitet war und deshalb auch nicht abgenommen werden konnte!

Auf Anraten der Swisscom (!) schnappte ich mir einen Telefonapparat, fuhr zum alten Laden, steckte diesen in den Anschluss und machte die Umleitung auf die provisorische Nummer. Nun konnte ich endlich angerufen werden. Allerdings funktionierte das Internet damit immer noch nicht. Ich fand eine geniale Lösung – das alte Modem einstecken und ab ins Internet – das neue Modem einstecken und telefonieren! Auch dies eine sehr praktische Lösung – entweder Internet oder Telefon. Da inzwischen der neue Laden offen war musste ich notgedrungen während den Oeffnungszeiten das Telefon-Modem eingesteckt lassen und nach Ladenschluss aufs Internet-Modem umstecken. So konnte ich erst dann Webseite, E-mail und Aufträge bearbeiten, was aber einige zusätzliche Arbeitstunden am Abend bedeutete.

Selbstverständlich habe ich die Hotline angerufen. Die Zusammenlegung dauere 4 Tage, hiess es. Ich erklärte meine Situation und immerhin war das Ganze eine Panne bei Cablecom. Sie werde sehen, ob es schneller gehe, meinte die Mitarbeiterin. Am übernächsten Tag rief ich wieder an, um zu fragen wie weit man sei. Man werde sich darum kümmern, meinte die Dame. Im übrigen dauere eine solche Zusammenführung 5 Tage. Toll, bei dieser Dame noch einen Tag länger. Aber sie würde sich darum kümmern. Das hatte ich doch schon einmal gehört und es brachte bisher nichts. Ich verlangte eine Vorgesetzte. Doch diese Dame war nicht nur inkompetent sondern zudem aggresiv und total uninteressiert. Es dauerte schliesslich keine 4 Tage, auch keine 5 Tage – sondern geschlagene SECHS Tage bis das Internet sich das Telefon-Modem teilen und ich meine Updates wieder tagsüber machen durfte. Und am 26. Mai wurde (mit 16 Tagen Verspätung) auch die Telefonnummer übertragen.

Der grösste Witz war ein Schreiben, welches ich am 31. Mai von Cablecom erhielt in welchem man mir mitteilte „in wenigen Tagen, nämlich am 26. Mai“ werde die Uebernahme der Telefonnummer abgeschlossen sein.

Ich hatte übrigens nach endloser Warterei in der Hotline-Warteschlange eine Anfrage betreffend Zusammenlegung über das Kontaktformular der Cablecom-Webseite gemacht. Nach zweieinhalb Wochen erhielt ich darauf eine Antwort, dass ja alles einwandfrei funktioniere! Ich habe dann zurückgeschrieben und zu diesem „Hispeed-Service“ gratuliert. Daraufhin erhielt ich eine Antwort per e-mail - aber diesmal auf französisch! Es wäre ja so zum Lachen, wenn es nicht zum Heulen wäre.

Ich habe daraufhin bei Cablecom interveniert und Schadenersatz für die durch die zusätzliche Abendarbeit und all meine Umtriebe verlangt. Selbstverständlich wurde dies mit Hinweis auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen abgelehnt, welche besagen, dass eine technische Verfügbarkeit nicht garantiert werden könnte. Hier handelte es sich aber um keine technische Verfügbarkeit sonderm um Schlamperei der Administration. Die 30 Franken für eine Betreibung von Cablecom habe ich mir daraufhin geleistet. Natürlich wurde Rechtsvorschlag erhoben.

Ich habe den Fall auch an den Ombudscom gegeben. Dieser wartete knapp 4 Monate auf eine (unbrauchbare) Antwort von Cablecom und erklärte sich zudem für Schadenersatzforderung als nicht zuständig. Da mittlerweile Telefon und Internet funktionierten, dachte ich, ich lasse das mal so sein – nach dem Motto „never touch a running system“.

Bis ich eines Morgens in den Laden kam und weder Telefon noch Internet funktionierten. Da war ich wieder froh über mein leistungsfähiges Handy und seinen starken Akku (übrigens Coop-Mobile). Auch dieser war wohl schon halb leer bis ich endlich jemand von der Cablecom-Hotline dran hatte. Ich meldete die Störung und es hiess, ein Techniker werde sich innert 48 Stunden darum kümmern. 48 Stunden? Ich habe ein Geschäft und sollte erreichbar sein! Zudem, erwarten meine Kunden, dass ich Ihre Bestellungen abrufe und versende. Die Antwort der Hotline? Sie haben es erraten „ich werde mich darum kümmern“. Im Laufe des Nachmittags läutete das Telefon. Eine Kunde war dran – und das zeigte, dass es wieder funktionierte. Auch das Internet lief wieder. Und dann kam auch der Techniker von Cablecom. Er hatte keine Ahnung, warum mein Anschluss gestört gewesen war und noch viel weniger, warum er jetzt wieder funktionierte. Ich hoffte, jetzt endlich zur Tagesordnung übergehen zu können.

Aber da hatte ich die Rechnung ohne Cablecom gemacht. Im Dezember flatterte mir eine Rechnung für „TV- und Radioanschluss 2007“ ins Haus. Wollte mir Cablecom jetzt das Fernsehen im Laden schmackhaft machen? Aber dazu hatte ich gar keine Zeit (siehe am Anfang). Ich schrieb also nett zurück, ich brauche weder TV noch Radio. Als Antwort erhielt ich nochmals die gleiche Rechnung. Ich schrieb nochmals und bat um eine Erklärung. Als Antwort erhielt ich – nein nicht wieder dieselbe Rechnung, sondern eine zu unterschreibende Erklärung, dass ich nur Radio hören und aufs Fernsehen verzichten würde. Ich wollte aber weder Radio hören noch Fernsehen. Inzwischen war im K-Tipp ein Interview mit Herrn Stephen Wright , Leiter Kundendienst Cablecom, erschienen, in welchem dieser die Dienstleistung seiner Firma über alles lobte und versicherte, man werde alles tun, die Kunden zufrieden zu stellen. Das war mein Mann! Endlich jemand bei Cablecom dem Kundendienst kein Fremdwort zu sein schien. Ich schrieb ihnm also einen Brief, bezog mich auf sein Interview im K-Tipp, legte ihm meinen Fall als Beispiel eines noch leicht zu verbessernden Kundendienstes ans Herz und bat um Information bezüglich der Rechnung für TV- und Radiogebühren. Eine Antwort erhielt ich nie, stattdessen eine weitere Verzichtserklärung fürs Fernsehen und die Androhung, wenn diese Gebühren nicht bezahlt würden, würden Internet und Digital Phone abgestellt. Das war aber nun starker Tobak. Ich rief den Kundendienst an. Man kümmere sich darum und werde zurückrufen, hiess es. Muss ich erwähnen, dass ich bis heute auf einen Rückruf warte und meine weiteren Briefe ebenfalls unbeantwortet blieben?

Guter Rat war teuer. Nach all den Erfahrungen mit Cablecom traute ich denen zu, dass ich eines Morgens ins Geschäft komme und das Modem abgeschaltet ist. Dieses Risiko wollte ich nicht eingehen und auch nicht ewig auf eine Reaktionwarten von Cablecom warten. Also beschloss ich, so schnell wie möglich zu Swisscom zu wechseln und damit jegliches Risiko auszuschliessen. Und dann kam eine Ueberraschung nach der anderen: Anruf bei Swisscom, nach 30 Sekunden eine kompetente, freundliche Mitarbeiterin am anderen Ende welche meine Bitte aufnahm. Am nächsten Tag war das Modem bereits da. Leider funktionierte der Anschluss aber nicht. Anruf an die Swisscom-Hotline, sofort jemandem am Draht der eine Störung feststellt. Am gleichen Nachmittag steht der Techniker von Swisscom da und stellt fest, dass der Elektriker beim Hausbau die Telefonleitungen nicht mit dem Verteiler verbunden hatte. Nachdem das behoben war richtete er mir netterweise gleich noch Bluewin auf dem PC ein. Unnütz zu sagen, dass seither mein Telefonanschluss mit Swisscom und Bluewin-ADSL problemlos funktionieren. Ich würde gerne wieder mal die Hotline von Swisscom anrufen und mich darüber freuen, dass bereits nach ein paar Sekunden jemand in der Leitung ist . Aber das ist gar nicht nötig.

Am 16. Februar schrieb ich Herrn Wright (Sie erinnern sich – Leiter Kundendienst – Interview im K-Tipp) einen eingeschriebenen Brief Bezug nehmend auf all das Vorhergegangene und die ungeklärte Situation betreffend der TV-Radio-Drohung seitens Cablecom. Ich schlug vor, meine sämtlichen Cablecom-Abonnemente per Ende Februar zu beenden und ich würde auf meine Schadenersatzforderung vom letzten Jahr und weitere Umtriebsentschädigungen verzichten. Sofern innert 14 Tagen keine gegenteilige Antwort eintreffe würde ich davon ausgehen dass er meine Vorschläge akzeptiere. Da ich bis heute weder von Herrn Wright noch sonst jemandem von Cablecom eine Antwort erhalten habe, sehe ich meinen Vorschlag als akzeptiert an. Im übrigen macht Cablecom seine Aenderungen der Vertragsbedingungen auf die gleiche Weise. Wenn keine Widerrede dann akzeptiert.

Also ganz ohne Reaktion war es dann doch nicht. Ich erhielt ein Schreiben, in welchem sich Cablecom für mein Interesse an ihren Produkten bedankte und mir nochmals eine Verzichtserklärung für das TV beilegte. Und Cablecom schickte weiterhin fleissig Rechnungen. Es war mir, als wenn ich jemanden frage "Hat das Essen geschmeckt" und er erwidert "Ja, ja, Die Sonne scheint"!

Am 6. Mai schrieb ich erneut und erhielt tatsächlich eine Antwort (am 11. Mai), die ich hier wörtlich zitiere:

„Für die erwähnte Mitteilung danken wir Ihnen.

Wir setzen uns dafür ein, Ihre Anfrage so schnell wie möglich zu bearbeiten und bitten Sie um ein paar Tage Geduld

Cablecom Customer Relation“

Nach 3 Monaten sandte ich diesen Antwortbrief als Fax an Cablecom mit dem Hinweis, ich würde immer noch warten. Nach 4 Monaten faxte ich ihn wieder mit dem Hinweis, dass wir jetzt das 4-Monate-Jubiläum des Briefes feiern würden. Ein E-mail an die auf dem Fax gesandte Adresse kam wieder als unzustellbar zurück. Ein weitere frustrierter Mitarbeiter, der Cablecom verlassen hat? Erstaunlicherweise bringt es eine Kommunikationsfirma nicht fertig, e-mails an einen nicht mehr existierenden Mitarbeiter des Kundendienstes an jemanden anderen umzuleiten.

Weiterhin kommen Rechnung und Mahnungen inklusive TV-/Radiorechnungen. Mittlerweile habe ich auch eine intensive Korrespondenz mit einer Inkasso-Firma. Im Gegensatz zu Cablecom gibt diese sogar Antwort auf Briefe. Aber auch deren Mitarbeiterin musste am Telefon eingestehen dass Cablecom Chaos pur bedeute.

Cablecom hat dann eine Betreibung eingeleitet, gegen welche ich Rechtsvorschlag erhoben habe. Auf weitere Mahnbriefe schrieb ich zurück, dass sie doch endlich Klage gegen meinen Rechtsvorschlag einreichen sollten. ich würde mich freuen, sie vor dem Friedensrichter treffen zu können und sei überzeugt, dass der Richter Mühe haben werde, vor lauter Lachen ein Protokoll zu schreiben. Das wurde zu meinem Bedauern aber unterlassen und so lief die Frist zur Beseitigung meines Rechtsvorschlages unbenutzt ab.

Von der Inkassofirma kommen weiter regelmässig Bettelbriefe, die angebliche Schuld doch zu bezahlen und mein Gewissen zu entlasten (!). Manchmal mit Sommer-Rabatt, dann auch wieder mit Herbstrabatt. Sie wandern alle in den Papierkorb und die Post bedankt sich für das Porto. Vermutlich werden auch irgendwann einmal unsere Nachfolger noch Post erhalten.

Im Februar 2014 dann ein Anruf der Inkassofirma. Es sei noch ein Betrag offen (!). Das werde auch so bleiben war meine Antwort. Man dürfe aber gerne weiterhin die Post unterstützen mit  Briefen. Anscheinend hat der Manno am anderen Ende jetzt eingesehen dass da ausser Spesen nichts zu machen ist. Wenn ja wäre die Geschichte nach 7 (sieben !) Jahren (oder wenn man ganz von Anfang an rechnet: 10 Jahren) zu Ende gegangen.

Mein Fazit: möchten Sie 10 Jahre lang unterhalten aber auch genervt werden so machen Sie einen Vertrag mit Cablecom! Oder UPC Cablecom wie die Firma mittlerweile heist. Wobei mir nicht klar ist, was UPC heissen soll. Eventuell "Unlimitiertes Perfektes Chaos"? Ich könnte ja mal anrufen und fragen. Aber die Antwort kenne ich wohl schon: "Wir werden uns darum kümmern"!

Was ich nie geglaubt hätte, aber im Mai 2015 fügt Cablecom (sorry UPS-Cablecom) eine weitere Lachnummer hinzu. Sie informiert meine Mutter per Brief dass das analoge Fernsehen an ihrem Domizil im Zürcher Unterland per Juni 2015 abgestellt wird. Allerdings ist sie 2006 verstorben, war nie Cablecom-Kundin und lebte in Basel. Man staune über die Kompetenz von Cablecom. Meine obige Interpretation des Namenszusatzes scheint daher absolut richtig zu sein: Unlimitiertes Perfektes Chaos Cablecom